Ausstattung

Schutzausrüstung

Kinder

Kinder

Mitglieder der Kinderfeuerwehr tragen einen Schutzanzug, bestehend aus Jacke, Hose, Schirmmütze und Handschuhen. Der Anzug schützt vor allem vor Schmutz. Er sorgt für ein einheitliches Auftreten und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder. 

Jugend 12-16

Jugend 12-16

Mitglieder der Jugendfeuerwehr tragen zwischen 12 und 16 Jahren den Jugendschutzanzug. Dieser besteht aus Schlupfstiefeln mit Stahlkappe, einer Jugendschutzhose, einer wasserfesten Jugendschutzjacke, Handschuhen und einem Jugendschutzhelm. Dieser Anzug schützt vorwiegend vor Schmutz sowie vor herabfallenden Teilen und Schnittverletzungen. Jedoch schützt dieser Anzug nicht vor den besonderen Gefahren, die bei Einsätzen auftreten können.

Jugend 16-18

Jugend 16-18

Mit Vollendung des 16. Lebensjahres und dem Abschließen des Basismoduls der Modularen Truppausbildung darf man aktiv, jedoch außerhalb des Gefahrenbereichs, an Einsätzen teilnehmen. Im Vergleich zum Schutzanzug unter 16 umfasst die Schutzkleidung einen Feuerwehrhelm mit Nackenschutz. 

Einsatzabteilung

Einsatzabteilung

Der PBI-Schutzanzug ist der Standardschutzanzug der Feuerwehr Haßfurt. Er wird jedem Feuerwehrangehörigen ab Vollendung des 18. Lebensjahres zur Verfügung gestellt. Bestandteile des Anzugs sind:

  • ein Feuerwehrhelm mit Nackenschutz, der vor herabfallenden Gegenständen schützen soll. Dazu kommt ein Gesichtsschutz (Visier), welcher zum Beispiel Splitter vom Gesicht der Einsatzkraft fernhält
  • eine Schutzjacke, die durch ihre Reflexstreifen eine hohe Sichtbarkeit gewährleistet und vor allem vor äußeren Einflüssen wie verschiedenen Flüssigkeiten, Schmutz oder Hitze schützt
  • eine Schutzhose, die analog zur Schutzjacke Flüssigkeiten, Schmutz und Hitze abhalten soll
  • ein Paar Schutzhandschuhe, um die Hände gegen Quetschungen und Schnittverletzungen zu schützen
  • ein Paar Feuerwehrschutzstiefel mit Schutzsohle und -kappe, die Quetschungen und das Eindringen von spitzen Gegenständen verhindern
Atemschutz

Atemschutz

Für Einsätze in giftigen Atmosphären, also wenn kein ausreichender Sauerstoffanteil in der Luft vorhanden ist (zum Beispiel bei Brandeinsätzen), wird die Atemschutzausrüstung genutzt. Diese darf von allen Feuerwehrangehörigen getragen werden, die mindestens 18 Jahre alt sind und die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger abgeschlossen haben. Zusätzlich zur Ausrüstung des PBI-Schutzanzugs besteht die Schutzausrüstung aus:

  • speziellen, für hohe Hitzeeinwirkung geeigneten, Schutzhandschuhen,
  • einem Atemschutzgerät, mit dem komprimierte Atemluft in einer Atemluftflasche transportiert und an den Atemschutzgeräteträger abgegeben wird, womit eine umweltunabhängige Atemluftversorgung erreicht wird, die für einen Einsatz von etwa 30 Minuten ausreicht,
  • einer Atemschutzmaske, die luftdicht auf dem Gesicht angebracht wird, um die Verbindung zwischen dem Atemschutzgerät und der Einsatzkraft herzustellen,
  • einer Flammschutzhabe, um den Kopfbereich gegen Hitze und Wasserdampf zu schützen,
  • einem Funkgerät, um den ständigen Sprechkontakt zur außerhalb des Gefahrenbereichs befindlichen Atemschutzüberwachung zu ermöglichen und damit auf Lage- und Notfallmeldungen jederzeit schnell reagieren zu können,
  • einer Fluchthaube, die zu rettenden Personen aufgesetzt werden kann, um diese sicher durch kurze verrauchte Abschnitte führen zu können,
  • einer Knickkopflampe, um eine möglichst gute Sicht im Einsatz zu gewährleisten,
  • und einem Feuerwehrmehrzweckbeutel, der neben einer Feuerwehrleine auch eine Bandschlinge mit Karabiner, Holzkeile zum Verkeilen von Türen oder Fenstern, Markierungsstifte zum Markieren von bereits durchsuchten Räumen und eine Einsatzschere Köln beinhaltet.

Die im Atemschutzeinsatz mitgeführten Geräte werden hier genauer erklärt.

Auffanggurt

Auffanggurt

Bei Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen muss ein Auffanggurt getragen werden. An ihm wird ein Sicherungsseil angebracht, um die Einsatzkraft gegen Absturz zu sichern. Die Sicherung und das Vorgehen in absturzgefährdeten Bereichen werden von Feuerwehrangehörigen mit abgeschlossenem Lehrgang Absturzsicherung durchgeführt.

Chemieschutz leicht

Chemieschutz leicht

Der Chemikalienschutzanzug (kurz „CSA“) wird zum Schutz vor gefährlichen Stoffen und Gütern getragen. Dabei kann es sich um feste, flüssige oder gasförmige Stoffe handeln. Je nach Stoff wird über die Atemschutzausrüstung (Form 1) hinaus entweder der leichte oder der schwere CSA nötig. 

Der leichte CSA (Form 2) schützt vor Kontakt mit festen oder flüssigen Stoffen. Schutz vor gasförmigen Stoffen besteht dank des zusätzlich getragenen Atemschutzgeräts lediglich für die Atemwege. Damit eignet sich diese Schutzkleidung besonders für die Arbeit am Dekontaminationsplatz. Zum Tragen dieser Schutzausrüstung ist neben dem Atemschutzgeräteträgerlehrgang zusätzlich die Ausbildung zum CSA-Träger erforderlich. 

Chemieschutz schwer

Chemieschutz schwer

Der Chemikalienschutzanzug (kurz „CSA“) wird zum Schutz vor gefährlichen Stoffen und Gütern getragen. Dabei kann es sich um feste, flüssige oder gasförmige Stoffe handeln. Je nach Stoff wird über die Atemschutzausrüstung (Form 1) hinaus entweder der leichte oder der schwere CSA nötig. 

Der schwere CSA (Form 3) sorgt für eine komplett luftdichte Abschirmung von der Außenwelt. Damit werden auch gasförmige Stoffe von Atmung und Hautoberfläche abgehalten. Die ausgeatmete Luft sammelt sich im Anzug und kann über ein Ventil abgelassen werden. Im Notfall dient sie aber auch als Luftreserve. Zum Tragen dieser Schutzausrüstung ist neben dem Atemschutzgeräteträgerlehrgang zusätzlich die Ausbildung zum CSA-Träger erforderlich. 

Funktionswesten

Funktionswesten

Funktionswesten dienen der Kennzeichnung von Führungs- und bestimmten Fachkräften. Für jede Funktion ist eine einheitliche Farbe festgelegt. 

Die Führungsstruktur wird anhand folgender Farben dargestellt:

  • Blau: Gruppenführer und Gruppenführerinnen
  • Rot: Zugführer und Zugführerinnen
  • Weiß: Einsatzabschnittsleiter und Einsatzabschnittsleiterinnen
  • Gelb: Einsatzleiter oder Einsatzleiterin

Darüber hinaus stehen diese Farben für spezielle Fachkräfte: 

Hitzeschutz

Hitzeschutz

Bei Bränden mit extrem hoher Hitzeentwicklung kommt der Hitzeschutzanzug zum Einsatz. Er darf nur von Atemschutzgeräteträgern getragen werden, da unter ihm noch die normale Atemschutzausrüstung getragen wird. Der Anzug besteht aus einem Überwurf mit Kapuze und goldbedampftem Visier, sowie Handschuhen. Durch sein reflektierendes Material wird die Wärmestrahlung von seiner Oberfläche zurückgeworfen, womit die Einsatzkraft von der Hitze abgeschirmt wird. Da bei direktem Kontakt mit dem Feuer und der damit verbundenen Verrußung des Anzugs dessen reflektierende Wirkung erlischt, wird die Ausrüstung meist nur bei Bränden im Freien und mit ausreichendem Abstand zum Feuer eingesetzt.

Insektenschutz

Insektenschutz

Für Insekteneinsätze verfügt die Feuerwehr Haßfurt über einige Imkeranzüge. Aufgrund der immer höher werdenden Anforderungen und Einsatzzahlen, rückt die Feuerwehr Haßfurt allerdings nur noch in Notfällen zu Insekteneinsätzen aus.

Ölschutz

Ölschutz

Bei möglichem Kontakt mit Öl oder anderen Flüssigkeiten wird von den Einsatzkräften der Ölschutzanzug verwendet. Er besteht aus einer großflächigen Schürze, einer Schutzbrille und Gummistiefeln und -handschuhen. Das Material des Anzuges ist im Gegensatz zu anderer Einsatzkleidung einfacher von Öl zu reinigen. Bei größeren Mengen von austretenden Flüssigkeiten, vor allem wenn diese die Atmung beeinträchtigen, wird der Chemikalienschutzanzug getragen.

Schnittschutz

Schnittschutz

Bei Arbeiten mit Kettensägen ist eine zusätzliche spezielle Schutzausrüstung erforderlich. Sie schützt vor Schnittverletzungen, Lärm und umherfliegenden Holzsplittern. Die Schutzkleidung besteht aus einer Schnittschutzhose und einem Helm mit Visier und Gehörschutz. Für Sägearbeiten im Korb der Drehleiter stehen außerdem Schnittschutzjacken und -handschuhe zur Verfügung.

Uniform

Uniform

Zu repräsentativen Anlässen wie Festzügen, Ehrungen und der gleichen verfügt jeder Angehörige der Feuerwehr ab Vollendung des 18. Lebensjahres über eine Ausgehuniform – umgangssprachlich auch Blauzeug genannt.

Wasserschutz

Wasserschutz

Bei Arbeiten auf und an Gewässern muss als Ertrinkungsschutz eine Rettungsweste getragen werden. Bei unseren Rettungswesten handelt es sich um Automatikwesten, die bei Kontakt mit Wasser automatisch mit Luft gefüllt wird. Da bei diesem Füllvorgang der Helm nach oben gedrückt werden könnte, entfällt dieser beim Tragen der Rettungsweste. 

Wathosen werden getragen, um in überfluteten Bereichen zu arbeiten. Sie besteht aus einer Gummilatzhose, welche fest mit den Gummistiefeln verbunden ist. Aufgrund der erhöhten Ertrinkungsgefahr muss zusammen mit der Wathose stets eine Rettungsweste getragen werden.