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Bereich Ausbildung

Absturzsicherung

Absturzsicherung

Im Rahmen ihrer Einsätze muss die Feuerwehr häufig in Höhen und Tiefen arbeiten. Um trotz der dort herrschenden Absturzgefahren sicher helfen zu können, sind einige Einsatzkräfte speziell im Bereich Absturzsicherung ausgebildet.

Der hierfür notwendige Lehrgang wird regelmäßig intern angeboten. Er gliedert sich in 24 Unterrichtseinheiten zum Thema Absturzsicherung (ASS) und 18 Unterrichtseinheiten zur Einfachen Rettung aus Höhen und Tiefen (ERHT). So lernen die Einsatzkräfte zunächst, wie sie sich selbst in absturzgefährdeten Bereichen sicher bewegen können. Anschließend lernen sie verschiedene Techniken zur Rettung von Personen kennen. 

Die Kompetenzen aus dem Lehrgang werden in regelmäßigen Übungen aufgefrischt und erweitert. Die Teilnahme an mindestens einer Sonderübung zur Absturzsicherung ist dabei pro Jahr Pflicht. Neben diesen Sonderübungen bietet das Ausbildungsteam auch regelmäßig Übungen für die gesamte Mannschaft an und unterstützt die Modulare Grundausbildung.

Das Ausbilderteam besteht aus Dr. Julian Weidinger, Dieter Neumann, Patrick Born und Jan Biertempfel. Als Ausbilder für Einsätze in Höhen und Tiefen verfügen sie sowohl über einen Aubilder- als auch den entsprechenden Fachteil-Lehrgang an der Staatlichen Feuerwehrschule. 

Atemschutz

Atemschutz

Bei Bränden und Austritten gefährlicher Stoffe begeben sich unsere Einsatzkräfte regelmäßig in lebensfeindliche Umgebungen. In diesen Fällen ist das Tragen von Atemschutzgeräten oder weiteren speziellen Schutzausrüstungen notwendig. Hierfür sind entsprechende Lehrgänge und regelmäßige Fortbildungen notwendig.

Der Atemschutz-Lehrgang wird regelmäßig für die Feuerwehr Haßfurt und die mit Atemschutz ausgestatteten Stadtteilwehren angeboten. In 35 Unterrichtseinheiten erlernen die Teilnehmenden den Umgang mit dem Atemschutzgerät, die Einsatztaktik unter Atemschutz und notwendige Arbeitstechniken. Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Lehrgang ist die entsprechende körperliche Fitness, die in einer ärztlichen Tauglichkeitsuntersuchung festgestellt wird.

Über den reinen Atemschutz hinaus hält die Feuerwehr Haßfurt spezielle Chemikalienschutzanzüge (CSA) vor. In einem solchen Anzug ist die Einsatzkraft flüssigkeits- und luftdicht von der Umgebung abgeschirmt. Zum Tragen dieser Schutzausrüstung ist ein aufbauender Lehrgang im Umfang von etwa 14 Unterrichtseinheiten erforderlich. Auch dieser wird intern in regelmäßigen Abständen angeboten.

Nach den Lehrgängen müssen sich die Feuerwehrdienstleistenden regelmäßig fortbilden. Zum Erhalt der Atemschutztauglichkeit ist die ärztliche Eignungsuntersuchung regelmäßig (gewöhnlich alle drei Jahre) zu wiederholen. Außerdem müssen jährlich eine Belastungsübung, eine theoretische Unterweisung sowie mindestens ein Einsatz bzw. eine Einsatzübung absolviert werden. Für die Chemikalienschutzanzugträger kommt jährlich eine Tätigkeit unter CSA hinzu.

Neben der Abhaltung der oben genannten Lehrgänge und jährlichen Unterweisungen wirkt das Team Atemschutz auch im regelmäßigen Übungsbetrieb der gesamten Mannschaft mit. Außerdem werden die Atemschutztauglichkeiten überwacht und sichergestellt.

Das Ausbildungsteam besteht aus Thomas Finzel, Christian Meisch, Florian Fuchs und Jonas Volpert-Hoch. Als Atemschutz-Ausbilder verfügen sie sowohl über einen Ausbilder- als auch den entsprechenden Fachteil-Lehrgang an der Staatlichen Feuerwehrschule. Thomas Finzel fungiert darüber hinaus als Leiter Atemschutz. Für die Verwaltung der Atemschutztauglichkeiten ist darüber hinaus Gabriel Finger zuständig.

Dienstsport

Dienstsport

Der Feuerwehrdienst erfordert ein gewisses Maß an körperlicher Fitness. Insbesondere in den Bereichen Atemschutz und Absturzsicherung müssen die Einsatzkräfte teilweise körperliche Höchstleistungen abrufen. Um sich fit zu halten, verfügt die Feuerwehr Haßfurt über verschiedene Angebote im Bereich Dienstsport. 

Als organisiertes Angebot findet bis zu zweimal wöchentlich ein gemeinsames Training in einer städtischen Turnhalle statt. Neben allgemeinen Fitnessübungen stehen hier auch Ballsportarten auf dem Programm. 

Zum individuellen Training verfügt die Feuerwehr Haßfurt über einen eigenen Sportraum im Feuerwehrhaus. Die Ausstattung wird durch den Feuerwehrverein gestellt und laufend ergänzt. Den eigenen Fitnessstand können die Feuerwehrdienstleistenden im Rahmen des deutschen Feuerwehrfitnessabzeichens unter Beweis stellen.

Das Ausbilderteam besteht aus Johannes Pfau und Stefan Geier. Als Feuerwehr-Sport-Assistenten verfügen sie über den entsprechenden Lehrgang der Kommunalen Unfallkasse Bayern.

Maschinisten / Technik

Maschinisten / Technik

Die Feuerwehr Haßfurt verfügt über zahlreiche Fahrzeuge und Geräte. Das Fahren der Fahrzeuge und die Bedienung von Pumpen und Aggregaten übernehmen die Maschinistinnen und Maschinisten.

Die jeweilige Fahrerlaubnis erwerben die Kameradinnen und Kameraden regulär in Fahrschulen. Die Berechtigung zum Führen von Booten erlangen sie im Rahmen des Bootsführerlehrgangs an der Staatlichen Feuerwehrschule. Für die Bedienung der technischen Einrichtungen werden regelmäßig Maschinistenlehrgänge auf Landkreisebene angeboten. 

Die laufende Aus- und Fortbildung erfolgt bei der Feuerwehr Haßfurt intern. Hierzu werden Sonderübungen zu den verschiedenen Fahrzeugen und Geräten angeboten. Die jährlich erforderliche Unfallverhütungsunterweisung für das Führen von Ladekran und Gabelstapler wird über einen externen Dienstleister gewährleistet. Neben diesen spezialisierten Ausbildungen wirkt das Team auch bei der Ausbildung der Mannschaft im Bereich technischer Themen mit. 

Das Ausbilderteam besteht aus Markus Mauer und Bernd Kaufmann. Unterstützt werden sie von weiteren Gerätewarten und Maschinisten, die auf die verschiedenen Geräte spezialisiert sind.

Modulare Truppausbildung

Modulare Truppausbildung

Die Modulare Truppausbildung stellt die Grundausbildung für die Freiwilligen Feuerwehren in Bayern dar. Alle Feuerwehrdienstleistenden durchlaufen diese Ausbildung zu Beginn ihrer Feuerwehrkarriere.

Im Basismodul erlernen die angehenden Einsatzkräfte die Grundtätigkeiten im Feuerwehrdienst. Teilweise kann dabei auf Vorwissen aus der Jugendfeuerwehr aufgebaut werden. Doch auch auf komplette Neulinge ist das Basismodul ausgerichtet. Es wird gewöhnlich alle zwei Jahre in Form eines gemeinsamen Lehrgangs für alle Feuerwehren im Stadtgebiet angeboten. Dieser umfasst etwa 100 Unterrichtseinheiten, verteilt über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Behandelt werden diverse Themen aus den Bereichen Grundlagen, Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung und Rettung. Den Abschluss des Basismoduls bildet eine schriftliche sowie praktische Zwischenprüfung. Erst nach Ablegen der Zwischenprüfung dürfen die Prüflinge am Einsatzdienst der Feuerwehr Haßfurt teilnehmen. 

Dem Basismodul schließt sich ein etwa zweijähriges Modul Ausbildungs- und Übungsdienst an. In dessen Rahmen nehmen die neuen Einsatzkräfte am regulären Übungsdienst sowie an Einsätzen ihrer Feuerwehren teil. Den Abschluss der Modularen Truppausbildung bildet anschließend die schriftliche und praktische Abschlussprüfung. Hierfür wird ein kompakter Vorbereitungskurs angeboten. Im Zentrum steht dabei ein praktischer Übungstag mit diversen Einsatzübungen. Mit abgelegter Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmenden die Qualifikation des Truppführers bzw. der Truppführerin.

Neben den Grundausbildungslehrgängen wirkt das Ausbilderteam im regulären Übungsbetrieb mit und bietet Übungen zu diversen Themen an. 

Das Ausbildungsteam besteht aus Dr. Julian Weidinger, Markus Hebert und Johannes Pfau. Als Ausbilder für die Modulare Truppausbildung verfügen sie sowohl über einen Ausbilder- als auch über den entsprechenden Fachteil-Lehrgang an der Staatlichen Feuerwehrschule. Im Rahmen der Lehrgänge wirken darüber hinaus zahlreiche Ausbilder und Führungskräfte aller Feuerwehren im Stadtgebiet mit.

Sanitäter

Sanitäter

Auch wenn es nicht ihre primäre Aufgabe ist, ist die Feuerwehr bei ihren Einsätzen regelmäßig mit der Versorgung von Verletzten konfrontiert. Das kommt vor allem in der Erstphase vor, wenn der Rettungsdienst erst nach der Feuerwehr eintrifft oder die Anzahl der Verletzten die anfänglichen Kapazitäten übersteigt.

Um auf diese Szenarien vorbereitet zu sein, sind alle Feuerwehrdienstleistenden in Erster Hilfe ausgebildet. Einige besitzen außerdem eine Sanitätsausbildung oder höhere Qualifikation. Die obligatorischen Erste-Hilfe-Kurse sind Bestandteil der Modularen Truppausbildung. Für die weiterführenden Lehrgänge im Sanitäts- und Rettungsdienst besuchen unsere Einsatzkräfte entsprechende Kurse der Hilfsorganisationen.

Die regelmäßige Fortbildung wird intern organisiert. So müssen etwa alle Sanitäterinnen und Sanitäter jährlich an einer AED-Rezertifizierung teilnehmen. Dort wird die Herz-Lungen-Wiederbelebung mithilfe eines automatischen externen Defibrillators (AED) geübt. Für diese Veranstaltungen besteht eine Kooperation mit der Wasserwacht Haßfurt. Doch auch für die gesamte Mannschaft werden regelmäßige Übungen im Bereich der Ersten Hilfe angeboten.

Neben der Ausbildung ist das Sanitäter-Team für das Verbandsmaterial und die weiteren Hilfsmittel zuständig. So müssen verbrauchtes Material aufgefüllt und die Einsatzbereitschaft der Notfallrucksäcke sichergestellt werden.

Das Ausbildungsteam besteht aus Lukas Murken, Patrick Born und Jonas Volpert-Hoch. Alle drei haben die Ausbildung zum Rettungssanitäter abgeschlossen und sammeln regelmäßig praktische Erfahrung im Rettungsdienst. 

Übungsbetrieb

Übungsbetrieb

Die laufende Aus- und Fortbildung der Feuerwehr Haßfurt wird über eine Kombination aus verschiedenen Übungsformaten gestaltet. Diese Formate werden im Folgenden beschrieben. 

Hauptübungen

Einmal im Monat findet eine Hauptübung statt. Bei diesen üben die Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung sowie der Jugendfeuerwehr. In der kalten Jahreszeit werden kleinere Themenbereiche im Rahmen von Stationsausbildungen behandelt. In der warmen Jahreszeit bilden Einsatzübungen den Schwerpunkt. Dabei werden an wechselnden Objekten im Stadtgebiet verschiedene Einsatzszenarien möglichst realitätsnah trainiert. Je nach Umfang des vorgesehenen Szenarios werden hier auch die Stadtteilwehren eingebunden. Im Anschluss an die zweistündige Übung folgt ein gemeinsames Abendessen im Schulungsraum, das durch den Feuerwehrverein gestellt und organisiert wird. 

Gruppenübungen

Neben den Hauptübungen stellen die Gruppenübungen das zweite Kernelement der laufenden Ausbildung der Einsatzabteilung dar. Pro Monat gibt es ein Übungsthema, zu dem zwei bis drei Gruppenübungen angeboten werden. Durch die mehreren Termine verkleinert sich die Teilnehmeranzahl pro Termin. Damit kann gezielter auf spezielle Themen und die einzelnen Teilnehmenden eingegangen werden. 

Sonderübungen

Während die Haupt- und Gruppenübungen sich an alle Mitglieder der Einsatzabteilung richten, sind die Sonderübungen auf spezielle Personenkreise zugeschnitten. So werden für die verschiedenen Fachbereiche regelmäßige Übungen zur Wiederholung und Vertiefung der zuvor absolvierten Lehrgänge angeboten. Dazu zählen bspw. die Bereiche Atemschutz, Absturzsicherung, Maschinisten und Sanitäter. 

Abschnittsübungen

Anlassbezogen finden über das Jahr verteilt einzelne Abschnittsübungen statt, in denen die Feuerwehren des Stadtgebiets und darüber hinaus gemeinsam üben. Hier werden etnsprechend umfangreiche Szenarien als Einsatzübungen trainert. Der Fokus liegt auf der Zusammenarbeit über die Grenzen der eigenen Organisation hinaus.